Mittwoch, 3. November 2010

Padernews

Na dann ......frohe Weihnachten ...tolle Nachrichten das!

Briten ziehen Rheinarmee schneller aus OWL ab
Truppen sollen Standorte bis 2020 verlassen / Betroffene Reaktionen in der Region
VON UNSEREN LOKALREDAKTIONEN NW
Bielefeld/London. Das hochverschuldete Großbritannien streicht seinen Verteidigungsetat massiv zusammen und beschleunigt den Abzug der Rheinarmee aus OWL. Die britischen Truppen würden Deutschland bis 2020 verlassen, kündigte Premierminister David Cameron in London an.
Die Hälfte der Soldaten soll bis 2015 abgezogen werden, der Rest bis 2020 folgen. Ursprünglich war der Abzug bis 2035 geplant.
"Wir haben zwar Gerüchte gehört, wurden von der Nachricht aber selbst überrascht", sagte Rheinarmee-Sprecherin Helga Heine auf Nachfrage der Neuen Westfälischen. Zu welchem Zeitpunkt die Einheiten aus Ostwestfalen-Lippe abgezogen werden, könne sie frühestens März 2011 sagen
Die Nachricht von dem schnellen Abzug löste Betroffenheit in Politik und Verwaltung aus. "Das wäre eine mittlere Katastrophe für Stadt und Kreis. Die Wirtschaft verliert viel Kaufkraft. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Das ist wirklich heftig", sagte der Gütersloher Landrat Sven Georg Adenauer. "Die Briten waren immer verlässliche Partner und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das wäre ein harter Schlag. Außerdem verlieren wir, wenn das stimmt, gute Freunde", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus
Angesichts tausender in Paderborn lebender Soldaten und ihrer Familienangehörigen gehe es nicht zuletzt auch um einen erheblichen Wirtschaftsfaktor. "Ihre Kaufkraft wird nicht mehr in diese Stadt fließen, ihre Wohnungen werden am Markt nicht mehr nachgefragt werden", Paus hat in den 90er Jahren den Abzug der Briten aus Detmold hautnah miterlebt. "Dort stehen noch heute Kasernen leer. Dort gibt es noch heute Probleme auf dem Wohnungsmarkt."
Auswirkungen auf fast alle Branchen

"Der Abzug der britischen Streitkräfte wird Spuren in der Region hinterlassen", betonte auch der Paderborner CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann. Durch den Kaufkraftverlust von 300 Millionen Euro im Jahr sieht er Auswirkungen auf fast alle Branchen.
Die britischen Soldaten und ihre Familien sind Bürger in den Städten und Gemeinden, sie sind vielfach Freunde und gute Nachbarn. Beim Abzug geht nicht nur Kaufkraft verloren, auch Arbeitsplätze der zumeist deutschen Zivilangestellten fallen weg, Liegenschaften und Wohnungen drohen leer zu stehen.
(Quelle NW online)

Kommentare:

Jouir la vie hat gesagt…

Tja, das ganze war doch abzusehen, da verstehe ich die Aufregung nicht. Ähnliches haben wir in der Nähe durch den Abzug der Holländer erfahren. Auch da wurden fast die gleichen Worte geschrieben. Doch sollte man auch die Zeiten nicht vergessen wo die alliierten Streitkräfte nicht gerne hier gesehen wurden, man sie am liebsten schon vor Jahrzehnten nach Hause geschickt hätte. Heute wird leider alles in Bezug von Arbeitsplätzen gebracht, ein einfacher Weg von oftmals verfehlter Lokalpolitik...

Servus und lass die Füße baumeln
Kvelli

Paderkroete hat gesagt…

Tja Kvelli ...irgendwie stimmt es schon so was Du schreibst .....ich lass dann mal die Füsse baumeln ....hab ja Zeit genug dazu bald;-)

Irmi hat gesagt…

Martina, habe ich auch gehört und wußte es ja schon. Es ist schlimm. HIER haben wir die Sorgen umd den Abzug der Amerikaner.
Liebe Grüße
Irmi

Elisabeth Palzkill hat gesagt…

Liebe Martina,

wenn man betroffen ist, dann geht es unter
die Haut.
Die Füße kann ich auch baumeln lassen, die
Seele nicht.

Einen guten Tag und herzliche Grüße
Angela und Elisabeth

Shoushous Welt hat gesagt…

Wirst du selbst unbmittelbar betroffen sein, also jobmäßig oder verlierst du Freunde? Das wäre natürlich wirklich tragisch. Aber letztlich sehen wir das hier täglich ähnlich. rentable Firmen werden geschlossen, weil die Mutter die Produktion ins Ausland verlegt. ist letztlich auch nichts anderes.

LG Shoushou

dieMia hat gesagt…

Was mich ja bei solchen Meldungen interessiert, ist, ob die Soldaten denn überhaupt zurück wollen? Das wüßte ich wirklich gern. Die sind doch schon so lange hier, wielleicht fühlen die sich zuhause eher fremd? Ihr soziales Umfeld haben die sich dann ja eher in Deutschland aufgebaut, oder? Was wird denn aus den ganzen Familien mit z.B. schulpflichtigen Kindern? Hmm...

Kröti - kennste da jemanden, der mir die Fragen beantworten kann?

Rosine hat gesagt…

Hallo Martina, ich weiß nicht, ob das stimmt, dass wenn eine Tür zu fällt, woanders ein Fenster aufgeht. Das ist schon ein ganz großer Einschnitt in die Region. Wir erleben diese Aufregutng jedesmal, wenn beschlossen wird einen BGS -jetzt Bundespolizei-Standort aufzugeben. Stets ist man in Angst, dass nun alle damit zusammen hängenden Arbeitsplätze ja auch weg sind und die Kaufkraft der Region sich erheblich schmälert. Bisher hatten wir Glück.
Du hast oben geschrieben, du läßt die Beine baumeln, hilft das denn?

Liebe Grüße
Rosine

sternschnuppe hat gesagt…

Mia zu den Kindern kann ich dir sagen, das die so gut wie alle auf die Englischen Schulen hier gehen. Die meisten können nur wenig Deutsch. Zumindest das was ich so als nicht Betroffene so mitbekomme. Also ne Umstellung wäre es sicher für die, aber ob sie sich so Fremd fühlen würden weiß ich nicht. Aber kann ich jetzt auch nur von außen buteilen. Vielleicht weiß Kröti da mehr.

Aber ist schon komisch, wenn man durch die Stadt hier geht, an vielen Kneipen der Paderstadt steht "out of bounds", der Stadtteil wo die größte Kaserne ist, war für mich immer wie ein Ausschnitt Englands. Mehr Geschäfte mit englischsprachigen Schildern als mit Deutschen. ich glaube da werden hier schon erhebliche Lücken entstehen und wirklich auch massig Wohnungen leerstehen

sternschnuppe

Hexe hat gesagt…

Hm, eigentlich sollte man sich doch darüber freuen. Schließlich sind das ja noch Reste der Besatzungstruppen, die in Deutschland nach dem (zum Glück) verlorenen Krieg stationiert waren. Den Abzug der Franzosen, Belgier und Amerikaner haben wir doch auch überlebt.

Sicher muss die Region sich umgewöhnen, aber eigentlich ist es ein Grund zur Freude. Oder seh ich das falsch?

Irina hat gesagt…

Oh!

Paderkroete hat gesagt…

Liebes Irmili ..ja so ist das ..erst motzen alle das die da sind und wenn sie weg gehen ist dann auch nicht gut ....plötzlich!

bine hat gesagt…

Dann sieht es bei euch bald so aus wie hier. In Leipzig steht fast jede 2. Wohnung leer. Positiv daran ist, dass Platz für Neues wird... Trotzdem ist es immer tragisch, wenn Freunde und Familien auseinander gerissen werden. Ich hoffe, du bleibst von den Auswirkungen verschont! Liebe Grüße

Paderkroete hat gesagt…

Liebe Elisabeth ...Du hast ganz Recht .... egal bei was oder wo der Mensch betroffen ist empfindet er (plötzlich) ganz anders als "nur" Aussenstehende!

Paderkroete hat gesagt…

Liebe Shoushou ..... ja ich bin selber betroffen und viele meiner Bekannten und Freunde auch ....!

Paderkroete hat gesagt…

Liebe Mia ....wohin ein Soldat will wird sowieso nicht gefragt, die werden ja meist alle zwei Jahre für einige Zeit umstationiert aber die Familien bleiben halt hier und warten. Für die Kids ist es nicht ganz sooo schwer denke ich weil die hier eh in eigene Schulen gehen. Aber die Soldaten die sich hier grade etwas aufgebaut haben oder die die schon seit 30 Jahren hier leben ...für die wird es sehr schwer werden! Die Veteranen können ja selbst entscheiden, ein Soldat im Dienst nicht.

Paderkroete hat gesagt…

Liebe Rosine ....ich weiss es ehrlichgesagt noch nicht ...also ob es hilft ......;-)

Paderkroete hat gesagt…

Liebe Sternschnuppe .....Ian hat seinen "Highlander" zur rechten Zeit verkauft ....muss man ja sagen! Ich denke auch das Sennelager zur Geisterstadt wird!

Paderkroete hat gesagt…

Liebes Hexlein ....jede Madaille hat zwei Seiten ....aus deiner Sicht gesehen ....ja klar, ist schon richtig!

Paderkroete hat gesagt…

Liebe Irina ...genau "oh" .....ich bin ja mit einem "Besetzer" verehelicht;-)

Paderkroete hat gesagt…

Liebe Bine ...."verschont" wird kaum jemand bleiben .....fast jeder ist hier von dem einen oder anderem oder sogar beidem betroffen ....leider!

Gledwood hat gesagt…

Hallo Warzfrosch!

Ach, was für eine Scheißsituation!
Warum gibt es immerhin noch britische Truppen auf deutschem Boden? Hat das etwas mit dem zweiten Weltkrieg zu tun? Ich verstehe nicht, warum der Abgeordnete von "90 Jahre" gesprochen hat. Sicherlich gab es britische Truppen nicht seit 1920 in Paderborn gewesen?
Deutschland muss der einige Land sein, worin wir Briten überseeische Stützpunkte haben. (Nicht wie Amerika.)
Mit der Wirtschaftsflaute, gibt es eine ähnliche Situation in Schottland, wo ein Flugstützpunkt geschlossen wird, und die Ortsbewohner aufgeregt sind. Sie sagen es wird die Wirtschaft der ganzen Umgebung beschädigen.
Ach, wie typisch!

PS "Tapfer" - du hast mir mein neues Wort des Tages gegeben. Ich wünsche ich könnte den ganzen Zeit wirklich tapfer sein... wie viel könnte ich denn ausführen?

teacosy hat gesagt…

Ach ja wer weiß was in 10 Jahren so ist. Dann gibt es in England wieder eine neue Partei und dann ändert sich alles. Wo wollen die denn mit den ganzen Soldaten hin in England, den Platz haben die auch nicht. Klar wird die Kaufkraft verloren gehen aber die Wohnungen und die Häuser werden wie auch anderswo verkauft. Jobmäßig geht viel verloren aber alle wissen es jetzt und haben Zeit sich anderweit umzuschauen. Ich habe auch schon gehört das viele ersteinmal abwarten denn es gibt ja gute Abfindungen von der Army. Ich habe selber einen Britischen Soldaten geheiratet vor 23 Jahren aber für uns war es von Anfang an klar das er nicht als Zivilist bei der Britischen Rheinarmee arbeiten geht. Denn den Fehler machen viele Reservisten sie können von der Army nicht los lassen und suchen sich Jobs beim Britischen Militär.

Bluhnah hat gesagt…

das gleiche ist in mannheim mit dem abzug der amis :-(
und in der pfalz waren es die franzosen, die weg sind.

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